2019-10-23, 12:00–12:45, Saal 1

"Eine Regierung hat auch die Pflicht uns vor zukünftigen Regimen zu schützen." Anhand der Rosa Liste möchte ich aufzeigen weshalb das ein wichtiger Grundsatz moderner Demokratien ist.


In der Weimarer Republik und der Ersten Republik Österreich wurden Listen angelegt in denen zahlreiche Daten über tatsächliche oder vermeintliche Homosexuelle gesammelt und auf Vorrat gespeichert wurden. Im NS-Staat wurden diese Listen genutzt um eine große Anzahl Homosexueller in Konzentrationslager (KZ) zu bringen in denen sie den berühmten Rosa Winkel als Kennzeichnung bekamen. Noch heute gilt die Rosa Liste als eines der schlimmsten Beispiele wie auf Vorrat gespeicherte Daten missbraucht werden können.
Als Datenschützer und Bisexueller möchte ich näher auf diesen besonderen Teil der Geschichte eingehen.