PrivacyWeek 2020

Wandel oder Umbruch der Arbeitsgesellschaft: ein Nebeneinander von Systemen
2020-10-29, 16:00–16:45, Lecture Hall 1
Language: German

Tiefgreifende strukturelle Veränderungen (spätestens mit den 1980er Jahren) betreffen nicht nur die Organisation der Arbeit, sondern auch die Formen der gesellschaftlichen Integration und der Übergänge in Arbeit grundlegend.


Grundlegende Veränderungen der Arbeit und der Arbeitsgesellschaft setzten spätestens Mitt der 1980er Jahre ein, sodass von einem regelrechten Strukturwandel gesprochen werden kann. Dieser vollzog sich mehr oder weniger spürbar von einer industriell produzierenden Arbeitsgesellschaft hin zu einer flexiblen oder digitalen Arbeitsgesellschaft. Als Verursacher des Wandels firmieren Globalisierungsprozesse in Politik und Wirtschaft und beschleunigte Rationalisierungsprozesse in Industrie und Dienstleistung, sowie IT-gestütze Technologien. Eine Ende dieser Entwicklungen ist noch nicht absehbar. Im Talk werden Gleichzeitigkeit und Widersprüchlichkeit von Neuem und Altem, Veränderung und Dauerhaftigkeit anhand dreier Stadien der gesellschaftlichen Entwicklung skizziert: Industrielle Arbeitsgesellschaft, Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft und Flexible Arbeitsgesellschaft. Diese markieren eine zeitliche Abfolge, sind aber auch in der Gegenwart zugleich präsent.

Klinische- und Gesundheitspsychologin, Arbeits- und Organisationspsychologin, EuroPsy

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